U-Boote

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Der Erste Weltkrieg war nicht der letzte große Konflikt in Europa. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, spielten U-Boote wieder eine wichtige Rolle.

Hier findet ihr eine Übersicht über alle U-Boote des Zweiten Weltkrieg mit Technischen Daten.


Typ II

Typ II war ein einschaliges, widerstandsfähiges und wendiges Küstenboot, das bis 1941 hergestellt wurde. In seiner Produktionsgeschichte wurden zahlreiche Verbesserungen vorgenommen, die meisten zielten auf Vergrößerung der Reichweite ab.
 

Stapellauf: 1934 ( das erste der Klasse)
Besatzung: 25
Wasserverdrängung:

235,8 Tonnen Überwasserfahrt
301,1 Tonnen Unterwasserfahrt

Abmessungen: 40,9 x 4,1 x 3,8 m
Bewaffnung: Torpedorohre:
Bug: 3 x 53.3 cm
Heck: - keine -
Torpedos: 6 Stück an Bord

Geschütze:
Deckgeschütz: - kein -
Flugabwehr: 1 x 2.0 cm (ab 1942 4 x 2.0 cm [2 x 2])

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite: aufgetaucht 3.700 km bei 8 Knoten
Leistung: 13 Knoten Überwasserfahrt;
6,9 Knoten Unterwasserfahrt
max. Tauchtiefe: 120 m *
geringste Schnelltauchzeit: 35 - 25 Sekunden
 

Typ VII-A

Eines der wichtigsten U-Boote, die auf Kiel gelegt wurden, war Typ VII, von dem man 1934 - 1945 709 baute.Auf zehn Modelle des Typs VIIA folgten jene vom Typ VIIB.

Stapellauf: 1936 ( das erste der Klasse)
Besatzung: 44
Wasserverdrängung: 507 Tonnen Überwasserfahrt
640 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 64,5 x 5,8 x 4,4 m
Bewaffnung: Torpedorohre:
Bug: 4 x 53.3 cm
Heck: 1 x 53.3 cm
Torpedos: 11 Stück an Bord

Geschütze:
Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite: Überwasserfahrt 3.700 km bei 8 Knoten
Leistung: 13 KnotenÜberwasserfahrt;
6,9 Knoten Unterwasserfahrt
max. Tauchtiefe: 150 m *
geringste Schnelltauchzeit: 30 Sekunden
 

Typ VII-B

Zwei Jahre nach der Variante VII A mit dem Stapellauf von U 45 am 27.04.1938 in Erscheinung tretend, stammte die Variante VII B direkt von ihrer Vorgängerin ab. Infolge der stärkeren Dieselmotoren und der größeren Brennstoffmenge hatten Abmessungen und Wasserverdrängung geringfügig zugenommen. Die jetzt 2 Hecktorpedorohre waren in einem Toprdoraum im Innrern des Druckkörpers verlegt und die Reservetorpedos um einen vermehrt worden.

Stapellauf: 1938
Besatzung: 44
Wasserverdrängung 753 Tonnen Überwasserfahrt
857 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 66,5 x 6,2 x 4,74 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: 4 x 53.3 cm
Heck: 1 x 53.3 cm
Torpedos: 12 Stück an Bord

Geschütze:
Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite: Überwasserfahrt 8700 sm bei 10 kn
Leistung: Überwasserfahrt 17.20 kn
Unterwasserfahrtgetaucht: 8 kn
max. Tauchtiefe: 150 m *
geringste Schnelltauchzeit: 30 Sekunden
 

Typ VII-C

Diese beiden Typvarianten - zwischen ihnen gab es nur geringfügige Unterschiede - wiesen in der Fertigung die größten Stückzahlen (661 Einheiten) auf. U 69 (ex. U 99), das erste Boot der Variante VII C, wurde am 18.04.1940 in Dienst gestellt in Dienst gestellt. 1943/44 wurde der Bau zahlreicher Boote zugunsten eines moderneren Typs annulliert. Als Ergebnis einer größeren Ladefähigkeit besaß die Variante VII C eine gringfügig größere Wasserverdrängung als die Variante VII B.

Stapellauf: 1940
Besatzung: 44
Wasserverdrängung 761 Tonnen Überwasserfahrt
864 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 66,5 x 6,2 x 4,74 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: 4 x 53.3 cm
Heck: 1 x 53.3 cm
Torpedos: 14 Stück an Bord

Geschütze:
Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite: Überwasserfahrt 8500/8550 sm bei 10 kn
Leistung: Überwasserfahrt 17.20 kn
Unterwasserfahrtgetaucht: 7,6 kn
max. Tauchtiefe: 250 m **
geringste Schnelltauchzeit: 25 - 30 Sekunden
 

Typ IX-A

Das erste Boot vom Typ IX, U 37, wurde drei Monate nach seinem Stapellauf am 04.05.1938 in Bremen, am 04.08.1938 in Dienst gestellt. Im direkten Vergleich zum Typ VII, der fast gleichaltrig war, besaß der Typ IX eine größere Wasserverdrängung, mehr Wohnraum und vor allem einen größeren Aktionsradius, da es für überseeische Operationen entwickelt worden war. Vom Entwurf her unterschieden sich die beiden Typen gänzlich. Anstelle der einzelhülle mit Satteltanks beim Typ VII war ein Zweihüllenboot entstanden. Der Grund hierfür lag hauptsächlich darin, eine bessere Seetüchtigkeit bei Überwasserfahrt zu erreichen. Außerdem wurde ein Teil des Brennstoffs im Raum zwischen den Hüllen verstaut. In dieser Doppelhülle befanden sich auch alle Tauchzellen. Die Ursprüngliche Überwasserbewaffnung bestand aus einem 10.5 cm U-Bootsgeschütz L/45 und einer 2 cm Flak, letztere auf einer Plattform hinter dem Turm angebracht. Wie bei allen deutschen U-Booten von 1942 an hatte der Turm selbst sehr begrenzte Ausmaße, um bei nächtlichen Überwasseroperationen so unauffällig wie möglich zu wirken.

Stapellauf: 1938
Besatzung: 48
Wasserverdrängung 1032 Tonnen Überwasserfahrt
1153 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 76,5 x 6,8 x 4,6 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: 4 x 53.3 cm
Heck: 2 x 53.3 cm
Torpedos: 22 Stück an Bord

Geschütze:
Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite: Überwasserfahrt 10500 sm bei 10 kn
Leistung: Überwasserfahrt 18.2 kn
Unterwasserfahrtgetaucht: 7,2 kn
max. Tauchtiefe: 150 m *
geringste Schnelltauchzeit: 35 Sekunden
   

Typ IX-B

Nur wenige Monate nach dem Prototyp für entworfen, war die Variante IX B mit diesem praktisch identisch, abgesehen von einer geringen Vergrößerung der Brennstoffmenge auf 165 t, die den maximalen Aktionsradius über Wasser um 2000 sm steigerte. U 64, das erste von insgesamt 14 Booten, wurde am 11.02.1939 in Dienst gestellt. Als letztes Boot wurde U 124 am 11.02.1941 in Dienst gestellt. Rein äußerlich unterschieden sich die U-Boote der Variante IX B von dem vorherigen Entwurf IX A lediglich in der Aufstellung des U-Boots-Geschützes, das nunmehr dichter am Turm stand.

Stapellauf: 1939
Besatzung: 48
Wasserverdrängung 1051 Tonnen Überwasserfahrt
1178 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 76,5 x 6,76 x 4,7 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: 4 x 53.3 cm
Heck: 2 x 53.3 cm
Torpedos: 22 Stück an Bord

Geschütze:
Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite:

Überwasserfahrt 12000 sm bei 10 kn
Unterwasserfahrt 63 sm bei 4 kn

Leistung: Überwasserfahrt 18.2 kn
Unterwasserfahrtgetaucht: 7,2 kn
max. Tauchtiefe: 150 m *
geringste Schnelltauchzeit: 35 Sekunden
   

Typ IX-C

Von dieser Variante wurden 54 Einheiten zwischen März 1939 und Juli 1942 in Dienst gestellt. Im Grunde war der Unterschied zur vorhergehenden Version des Tys IX eine weitere Steigerung des Brennstoffvorrats auf 207.51 t. Zur Unterbringung der Brennstoffzellen wurde vom Raum zwischen den Hüllen größerer Gebrauch gemacht. Die maximale Überwasserfahrstrecke vergrößerte sich um ca. 1500 - 1800 Seemeilen.
Der fast identische Nachfolger war die Version IX C 40.

Stapellauf: 1939
Besatzung: 48
Wasserverdrängung 1120 Tonnen Überwasserfahrt
1232 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 76,5 x 6,76 x 4,7 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: 4 x 53.3 cm
Heck: 2 x 53.3 cm
Torpedos: 22 Stück an Bord

Geschütze:
Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite:

Überwasserfahrt 13450 sm bei 10 kn
Unterwasserfahrt 63 sm bei 4 kn

Leistung: Überwasserfahrt 19.25 Knoten (Referenz: U 868)
Unterwasserfahrtgetaucht: 7.46 Knoten (Referenz: U 155; U 515)
max. Tauchtiefe: 165 m *
geringste Schnelltauchzeit: 35 Sekunden
   

Typ IX-C 40

Von dieser Variante wurden von den 95 begonnenen Einheiten zwischen Juli 1942 und Mai 1944 nur 87 Boote in Dienst gestellt. Im Grunde war der Unterschied zur vorhergehenden Version des Tys IX eine weitere Steigerung des Brennstoffvorrats auf 214.22 t. Zur Unterbringung der Brennstoffzellen wurde vom Raum zwischen den Hüllen größerer Gebrauch gemacht. Die maximale Überwasserfahrstrecke vergrößerte sich um ca. 1500 - 1800 Seemeilen. Die Lieferverträge für weitere 76 Einheiten wurden 1944 zugunsten der neuen Elektrounterseeboote vom Typ XXI annulliert, zu rerem Bau man alle Ressourcen der deutschen Schiffbauindustrie verfügbar gemacht.

Stapellauf: 1942
Besatzung: 49
Wasserverdrängung 1144 Tonnen Überwasserfahrt
1257 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 76,5 x 6,86 x 4,67 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: 4 x 53.3 cm
Heck: 2 x 53.3 cm
Torpedos: 22 Stück an Bord

Geschütze:
Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite:

Überwasserfahrt 13450 sm bei 10 kn
Unterwasserfahrt 63 sm bei 4 kn

Leistung: Überwasserfahrt 19.25 Knoten (Referenz: U 868)
Unterwasserfahrtgetaucht: 7.46 Knoten (Referenz: U 155; U 515)
max. Tauchtiefe: 165 m *
geringste Schnelltauchzeit: 35 Sekunden
   

Typ X B

Zweihüllen-Hochseeboot. Minenleger für den Übersee-Einsatz, abgeleitet vom nicht gebauten Typ X A, der aber seinerseits vom Typ I A und Typ IX A beeinflußt war. Von 1943 an waren diese Boote mit einem Schnorchel ausgestattet. Die Minenwurfeinrichtung bestand aus 6 senkrechten Schächten (je 3 Minen) vorn und je 12 Schächte (je 2 Minen) seitlich mittschiffs. Der größte Teil der Reservetorpedos war im Raum zwischen dem Deck und dem Druckkörper verstaut. 1943 wurde das U-Bootsdeckgeschütz entfernt und die Flakbewaffnung um zwei weitere 2 cm Geschütze verstärkt. Oft wurden diese Boote als Versorger eingesetzt. Bis aus U 219, das von den Japanern übernommen wurde und in I 505 umbenannt wurde, und U 234, das bei der Kapitulation den Alliierten übergeben wurde, gingen alle Boote während ihrer Einsätze verloren.

Stapellauf: 1943
Besatzung: 52
Wasserverdrängung 1763 Tonnen Überwasserfahrt
2177 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 89,8 x 9,2 x 4,71 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: - keine -
Heck: 2 x 53.3 cm
Torpedos: 15 Stück an Bord

Geschütze:
Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45 (bis 1943)
Flugabwehr: 1 x 3.7 cm, 2 x 2 cm in Einzelaufstellung (ab 1943 4 x 2 cm)

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite:

Überwasserfahrt 18450 sm bei 10 kn
Unterwasserfahrt 93 sm bei 4 kn

Leistung: Überwasserfahrt 16.40 Knoten
Unterwasserfahrtgetaucht: 7.00 Knoten
max. Tauchtiefe: 150 m *
geringste Schnelltauchzeit: 35 Sekunden
   

Typ XIV

Hochsee-U-Tanker, abgeleitet vom Typ VII C, eigesetzt zur Versorgung anderer Boote im Operationsgebiet. 1943 wurden alle Boote mit einem Schnorchel ausgerüstet und die Flakbewaffnung modifiziert. Die Boote wurden hauptsächlich zu Fernunternehmungen im Atlantik eingesetzt. Diese Boote waren aufgrund ihrer Größe sehr schwerfällig. Also war auch die Tauchzeit durch die größe beeinflußt.

Es gingen alle Boote dieses Typs verloren. (Vorwiegend durch Luftangriffe - Aufgrund der langsamen Tauchzeit)

Stapellauf: 1943
Besatzung: 53
Wasserverdrängung 1688 Tonnen Überwasserfahrt
1932 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 89,8 x 9,2 x 4,71 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: - keine -
Heck: - keine -
Torpedos: 4 als Fracht

Geschütze:
Deckgeschütz: - keine -
Flugabwehr: 2 x 3.7 cm in Einzelaufstellung, 1 x 2 cm (ab 1943 1 x 3.7 cm, 2 x 2 cm Zwilling)

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite:

Überwasserfahrt 12350 sm bei 10 kn
Unterwasserfahrt 55 sm bei 4 kn

Leistung: Überwasserfahrt 14.40 Knoten
Unterwasserfahrtgetaucht: 6.20 Knoten
max. Tauchtiefe: 150 m *
geringste Schnelltauchzeit: 40 Sekunden
   

Typ XXI

Zweihüllen-Hochseeboot mit hoher Unterwassgeschwindigkeit. Admiral Dönitz billigte den Entwurf am 13.06.1943 und ein Bauprogramm von über 200 Booten wurde in Auftrag gegeben. Zu späteren Zeiten sollten es über 1300 U-Boote werden. In Dienst gestellt wurden insgesamt 119 U-Boote des Typs XXI.

Das erste XXI-Boot U 2501, kam am 17.06.1944 in Dienst. Durch das Vorfertigen ganzer Sektionen wurde diese Baubeschleunigung erreicht. Sein interessantestes Merkmal war die hohe Unterwassergeschwindigkeit, die beträchtlich höher lag als die jedes anderen damals im Dienst befindlichen konventionellen Bootes. Durch die Sromlinienform des Rumpfes und die gesteigerte Energieleistung der elektrischen Antriebsanlage kam die Geschwindigkeit zustande. Eine Zweihüllen-Struktur wurde eingeführt, gebildet aus zwei übereinandergefügten Zylindern, verbunden durch eine leichte Außenbeplattung, um die Stromölinienform zu gewährleisten. Die Druckkörper bestanden aus 28 mm starken Flußstahlplatten, deren Stärke um die Lücken herum auf 37 mm stieg. Um die Verfertigung zu vereinfachen, befanden sich die Spanten an der Außenseite des Druckkörpers. Diese waren außerdem besonders zahlreich und stark. Vom Durchmesser her war die obere Hülle die größere der beiden und enthielt die Wohn-, Maschinen- und Torpedoräume. Die Akkumulatoren sowie einige Brennstoff- und die Trimmzellen befanden sich in der unteren Hülle. Die Tauchzellen lagen im Raum zwischen der Außenhülle und den beiden Druckkörpern. Der Kommandoturm war vom "geschlossenen Typ" (um den Strömungswiderstand auf ein Minimum zu reduzieren) und besaß zwei versenkbare 3 cm Zwillingslafetten an beiden Enden des Turmes. Speziell entworfen wurden große Schwanzflächen, um die Manövrierbarkeit und Stabilität zu verleihen und außerdem um den Strömungswiderstand zu verringern. Anders als bei den vorhergehenden deutschen Booten lagen die Bugtiefenruder direkt unterhalb des Hauptdecks und konnten durch ein Schwenksystem auf einer vertikalen Achse eingezogen werden.

Diese besondere Rumpfform zusammen mit der Heckgestaltung verliehen dem Boot eine Schubleistung, die dicht am Wert von 0.65 lag (Zum Vergleich: 0.45 bei konventionellen Zweischraubenbooten).

In Längsrichtung war der Rumpf in acht Sektionen unterteilt. Jede dieser Sektionen wurde komplett mit der gesamten Ausrüstung und elektrischen Verkabelung in einem anderen Produktionszentrum gebaut. Die einzelnen Sektionen wurden dann auf dem Straßen- oder Binnenschiffahrtsweg zu den Motagewerften gebracht, wo das Boot schnell zusammengefügt und fertiggestellt wurde.

Da die Walter-Turbine und der Diesel mit geschlossenem Kreislauf 1943 noch nicht einsatzfähig waren, benutzten die Deutschen für den Typ XXI eine Kombination aus normalen Diesel- und Elektromotoren, wobei zum erstenmal die Höchstleistung der Elektromotoren die der Dieselmotoren überstieg.

Die Anzahl und die energieleitung der neuen superleichten, leistungsstarken Batterien war besonders hoch. Zusätzlich zu den Hauptelektromotoren hatte man einen 226 PS Elektromotor speziell für die Schleichfahrt eingebaut. Die Unterwasserantriebsanlage verlieh dem Boot eine Spitzengeschwindigkeit von 15.60 Knoten für eine Stunde Fahrtzeit, oder sie ermöglichte es ihm, mehr als drei Tage lang mit 4 Knoten zu laufen, ohne die Batterien aufzuladen oder das Boot durchlüften zu müssen, da es mit einer Lufterneuerungs- und Klimaanlage ausgestattet war. Ein paar Stunden Schnorchelfahrt befähigten das Boot, wieder für eine weitere ausgedehnte Zeitspanne, die Unterwasserfahrt fortzusetzten. Dies ermöglichte den Typ XXI-Booten Unternehmungen von mehr als fünf monatiger Dauer mit fast ausschließlicher Unterwasserfahrt durchzuführen. (Hierfür waren sie auch entworfen worden.) Mit einer Brennstoffmenge von 240.50 t überstieg bei Marschfahrt der maximale Fahrbereich über Wasser 15.000 Seemeilen. Die Innengestaltung lieferte so viel Bequemlichkeit wie möglich, denn zum ersten Mal war der Torpedoraum ausschließlich zum Abschießen der Torpedos bestimmt.

Die elektronische und akustische Ausrüstung war bemerkenswert. Der Typ XXI besaß Radar, dessen versenkbare Antenne im Kommandoturm untergebracht war, zwei Sehrohre, eine akustische Entfernungsmeßanlage und einen Teleskopschnorchel. Der Schnorchelkopf, umhüllt mit synthetischen Gummi (Buna), um die ausgesandten Suchimpulse zu absorbieren, war mit einem Kurzwellen-Radarortungs(Funkmeß-Beobachtungs-)gerät ausgestattet. Sonar und ein äußerst empfindliches Unterwasserhorchgerät, bestehend aus 48 Mikrofonen, waren in Kreisform am Bug unterhalb der Torpedorohre angebracht. Eine schäumende Substanz ("Pillenwerfer") konnte durch zwei Verrichtungen in das umgebende Wasser ausgestoßen werden, um im feindlichen Sonar falsche Echos zu erzeugen.

Die Unterwasserbewaffnung bestand aus sechs Bugrohren, drei auf jeder Seite, mit 23 Torpedos, alle im geräumigen Torpedoraum im Innern des Druckkörpers gelagert. Als Alternative konnte eine unterschiedliche Anzahl Minen (durch die Torpedorohre auszustoßen) mitgeführt werden. Die Überwasserbewaffnung war auf vier 3 cm Geschütze verringert worden. Da dieses neue Modell nur in ungenügenden Zahlen zur Verfügung standen wurden viele Boote mit 2 cm Geschützen ausgestattet.

1944 wurden zwei Varianten des Typs XXI entworfen. Vom Grundtyp sollten sich die Varianten XXI B und XXI C hauptsächlich in der Zahl und Anordnung der Unterwasserbewaffung unterscheiden. Der Typ XXI B sollte weitere sechs im Bug gelegene Rohre erhalten, drei auf jeder Seite, die jedoch im winkel von 10° zur Mittelachse des Bootes achteraus sießen sollten. Bei der Variante XXI C mit einer geplanten Länge über alles von 83 m sollte es 18 Torpedorohre geben: sechs Bugrohre zum Vorausschuß und zwölf in zwei Gruppen zu je drei Rohren auf jeder Seite, die wie bei der Variante XXI B achteraus schießen sollten. Die Entwürfe weiterer Varianten (XXI D, XXI E und XXI T) wurden studiert, kamen aber nie zur näheren Ausführung.

Von Booten des Typs XXI ausgeführte Angriffe verliefen in völlig anderer Weise als die konventioneller Boote. Nach optischer Sichtung eines Zieles bzw. dessen Ortung durch Radar oder Unterwasserhorchgerät lief das Boot getaucht und mit hoher Geschwindigkeit auf Kollisionskurs, bis das Zielgebiet erreicht war. Ohne Benutzung des Sehrohrs konnten Entfernung und Peilung des Zieles mit einem hohen Grad an Genauigkeit durch Sonar und Unterwasserhorchgerät bestimmt und die Schußunterlagen in einem Feuerleitgerät berechnet werden. Ein Entkommen war mit hoher Geschwindigkeit in Tauchfahrt möglich, da das feidliche Sonar bei Geschwindigkeiten über 12-13 Knoten unwirksam wurde.

Doch diese außergewöhnlichen Boote waren nicht völlig fehlerfrei. Das Minimum an Strömungswiderstand unter Wasser war beim Entwerfen auf Kosten der Seetüchtigkeit über Wasser erreicht worden. Nichtsdestoweniger handelte es sich um den besten Typ eines einsatzfähigen Bootes, der während des Zweiten Weltkrieges gebaut worden war.

Zwischen dem 27.06.1944 und dem Ende des Krieges in Europa wurden 119 Boote vom Typ XXI in Dienst gestellt. Weitere befanden sich im Mai 1945 in fortgeschrittenen Stadien der Fertigung und viele waren im Montagestadium durch Luftangriffe zerstört worden. Das riesige Bauprogramm, das mit einer Geschwindigkeit von einem Boot pro 2-3 Tage mehr als 1300 Boote hervorgebracht hätte, war zum Nachteil der übrigen Typen begonnen worden, deren Weiterbau 1944 annulliert worden war. Obwohl schnell und in großen Stückzahlen gebaut, waren die neuen Boote nicht mehr imstande, eine wirksame Rolle im Kriege zu spielen. Die notwendigerweise lange dauernde Ausbildung verlangsamte ihre Indienststellung . Im Mai 1945 wurden den Alliierten nur 13 U-Boote des Typs XXI übergeben. 88 Boote waren von ihren eigenen Besatzungen vernichtet worden. Sechs waren durch Luftangriffe an der Wasseroberfläche sowie drei durch Minen verlorengegangen. Luftangriffe auf die Häfen forderten weitere 25 U-Boote.

Die Alliierten gliederten die erbeuteten Typ XXI Boote in ihre Marinen ein und führten mit ihnen nach dem Kriege Erprobungen und Tests durch. U 2518 zum Beispiel diente bis 1958 als "Roland Morillot" in der französischen Marine. 1957 wurde U 2540 gehoben und gehörte von 1960 - 1971 als "U Wilhelm Bauer" zur deutschen Bundesmarine.

Stapellauf: 1944
Besatzung: 57
Wasserverdrängung 1610 Tonnen Überwasserfahrt
1833 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 76,7 x 8 x 6,86 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: 6 x 53.3 cm
Heck: - keine -
Torpedos: 23 Stück an Bord oder 17 + 12 Minen

Geschütze:
Deckgeschütz: - keine -
Flugabwehr: 4 x M 44 3 cm (2 x 2), 2 x C 38 2 cm

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite:

Überwasserfahrt 14000 sm bei 10 kn
Unterwasserfahrt 15500 sm bei 6 kn

Leistung: Überwasserfahrt 15.50 Knoten
Unterwasserfahrtgetaucht: 17.50 Knoten
max. Tauchtiefe: 200 m *
geringste Schnelltauchzeit: 18 Sekunden
 

Typ XXIII

Einhüllen küstenboot mit hoher Unterwassergeschwindigkeit, entworfen, um denselben Anforderungen wie der Typ XXI zu entsprechen. Der erste Entwurf, bezeichnet als Typ XXII, forderte eine ähnliche Leistung wie der Typ XXI, aber mit Küstencharakter. Dieser Typ wurde jedoch nie gebaut, denn duch ein gringfügig größeres U-Boot mit verbesserter Leistung, bezeichnet als Typ XXIII, war er schnell überholt.

Wie bei Typ XXI bestand der Rumpf aus zwei übereinanderliegenden Drückkörpern, aber mit Ausnahme der Hecksektion fehlte ihm die äußere Verkleidung. Der obere Druckkörper, vom Durchmesser her der größere von beiden, enthielt die Wohnräume, die Motoren und die Torpedorohre. Der Untere die Akkumulatoren, einige Brennstoffzellen sowie die Tauchzellen. Der Rumpf hatte Stromlinienform und war aus vier Einzelsektionen zusammengesetzt.

Angetrieben wurde das Boot durch eine Einzelschraube, es besaß keine Verkleidung und der Kommandoturm war klein und stromlinienfäörmig. Die vorderen und achteren Steuerungsflächen ergänzten Stabilisierungsflossen, und die achteren Tiefenruder sowie das Steuerruder waren zusammen mit der Schraube von 1.78 m Durchmesser besonders entwickelt worden, um eine hohe Gesamtantriebsleistung bei Tauchfahrt zu erzeugen.

Die Batterien besaßen eine besonders hohe Leistungsfähigkeit. Zusammen mit einem 580 PS Elektromotor ermöglichten sie dem Boot, unter Wasser eine Höchstgeschwindigkeit von 12.50 Knoten länger als eine Stunde und eine Marschgeschwindigkeit von 4 Knoten fast zwei Tage lang duchzuhalten. Zusätzlich war ein Elektromotor für Schleichfahrt eingebaut. Mit einer maximalen Brennstoffmenge von 20.76 t erreichte er einen Fahrbereich von 4450 sm bei 6 kn.

Der Typ XXIII war mit einem Telekopschnorchel, aber nur mit einem Sehrohr ausgerüstet. Wenn dieser Typ auch mit weniger akustischen Einrichtungen ausgestattet war als der Typ XXI, so war doch ein Feuerleitgerät eingebaut, das die Torpedoabschußdaten aus den Ablesungen des Unterwasserhorchgerätes errechnen konnte.

die Bewaffnung bestand lediglich aus zwei Bugtorpedorohren und infolge des begrenzten Raumes wurden keine Reservetorpedos mitgeführt. Die Seeeigenschaften an der Wasseroberfläche waren mäßig, aber insgesamt musste der Typ XXIII als ein sehr gelungenes Boot bezeichet werden.

Das erste Boot vom Typ XXIII, U 2321, lief am 17.04.1944 in Hamburg vom Stapel und wurde am 12.06.1944 in Dienst gestellt. Mit der Montage von 83 U-Booten war begonnen worden und bis zum Ende des Krieges hatte man 62 von diesen in Dienst gestellt. Sechs Boote (U 4713 - U 4718) standen kurz vor der Endmontage und weitere sechs (U 2372 - U 2377) hätten in Toulon zusammengesetzt werden sollen, aber die Sektionen waren während des Rückzuges aus Südfrankreich im Jahr vorher verlorengegangen. Von den 280 Booten des Bauprogramms waren nur 95 begonnen worden. Mehrere Serien sollten auf italienischen Werften bzw. auf Werften an der DonaU in die Endmontage gehen und im Tyrrhenischen Meer und in der Adria bzw. im Schwarzen Meer eingesetzt werden.

Anders al der Typ XXI nahmen Boote vom Typ XXIII in den letzten Kriegsmonaten noch an Kampfhandlungen teil. Im Verlaufe von zehn Unternehmungen vom März 1945 bis Mai 1945 versenkten sie sechs Handelsschiffe ohne eigene Verluste. Der letzte erfolgreiche Angriff eines deutschen Unterseebootes erignete sich um 23:00 uhr am 07.05.1945 vor der Küste Schottlands, als U 2336 (unter Kapitänleutnant Emil Klusmeier) die britischen Handelsschiffe "Avondale Park" (2.878 BRT) und "Sneland" (1.791 BRT) mit je einem einizen Torpedo versenkte. U 2336 kehrte unversehrt zum Stützpunkt zurück und wurde später an die Briten ausgeliefert.

Zwei Boote vom Typ XXIII wurden in See duch Luftangriffe versenkt. Viele weitere U-Boote fielen Bomben, Minen und verschiedenen anderen Ursachen zum Ofper. Die Mehrzahl der Boote versenkte sich selbst oder wurde den Alliierten übergeben, die mehrere von ihnen zu Erprobungen in ihre eigenen Marinen eingliederten. 1956 wurden U 2365 und U 2367 gehoben und mehrere Jahre lang unter den Nahmen "U Hai" und "U Hecht" in der deutsche Bundesmarine verwendet.

Stapellauf: 1944
Besatzung: 12
Wasserverdrängung 233.86 Tonnen Überwasserfahrt
258.09 Tonnen Unterwasserfahrt
Abmessungen: 34,68 x 4 x 3,66 m
Bewaffnung:

Torpedorohre:
Bug: 2 x 53.3 cm
Heck: - keine -
Torpedos: 2 Stück in den Rohren

Geschütze:
Deckgeschütz: - keine -
Flugabwehr: - keine -

Antrieb: Diesel/Elektrisch, zwei Wellen
Reichweite:

Überwasserfahrt 4450 sm bei 6 kn
Unterwasserfahrt 110 sm bei 6 kn

Leistung: Überwasserfahrt 10.00 Knoten (U 2340)
Unterwasserfahrtgetaucht: 12.50 Knoten (U 2330)
max. Tauchtiefe: 100 m *
geringste Schnelltauchzeit: 9 Sekunden




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